|
Wärmegesetz
Neuen Wohnhäuser: Danach soll ab 1. April 2008 in neuen Wohnhäusern 20 % des Wärmebedarfs verpflichtend durch regenerative Energien gedeckt werden. Dazu gehören Solarthermie, Biomasse aus Holzpellets und Holz, Geothermie, aber auch Biogas und Bioöl. Passivhäuser ohne Heizung sind natürlich am Besten , siehe Seite “Neubauten und Passivhäuser”.
Bestehende Gebäude: Für bestehende Wohngebäude greift nach einer über zweijährigen Übergangsfrist die gesetzliche Regelung erst bei einer notwendig werdenden Erneuerung der Heizungsanlage. Ab 1. Januar 2010 müssen bestehende Wohngebäude 10 % des Wärmebedarfs aus erneuerbaren Energien decken, wenn die Heizanlage ausgetauscht wird. Muss in diesen Gebäuden die defekte Heizanlage kurzfristig ausgetauscht werden, ist der Verpflichtung innerhalb von 2 Jahren nachzukommen.
Es gibt mindestens folgende Möglichkeiten für Altbauten: > Neue Wärmedämmung, die die Vorgaben der Energieeinsparverordnung unterschreitet > Anschluss an ein Wärmenetz > Pelletheizung > Pflanzenöl-Brenner und Pflanzenöl > 10% Pflanzenöl dem Heizöl beimischen > Blockheizkraftwerk, das auch noch Strom erzeugt, den Sie verkaufen können > Solarthermie-Anlage mit einer Größe von 0,04 m² Kollektorfläche pro m² Wohnfläche. Hat ein Haus beispielsweise 150 m² Wohnfläche, müssen mindestens 6 m² Kollektorfläche installiert werden. > Biogas - Heizung > Erdwärme-Heizung - aber Vorsicht, diese funktioniert bei älteren Häusern oft nur mit zu kleinen Jahresarbeitszahlen, d.h. der Bauherr verbraucht für die Wärmepumpe ineffizient viel Steckdosen-Atomstrom. Siehe auch nächste Seite “Heizungen.
Alle Heizungen haben einen Wirkungsgrad von etwa 30 - 40 Prozent, nur das Blockheizkraftwerk hat 80 %, weil es nicht nur Wärme, sondern auch Strom produziert. Nur das hat Zukunft - wegen der Effizienz!
Photovoltaik - Anlage Mit dieser wird sauberer Strom erzeugt und keine Wärme, weshalb die Photovoltaik - Anlage beim Wärmegesetz nicht zählt. Es kann nur anhand Ihrer konkreten Dachflächen in Bezug auf Ausrichtung und Dachflächengröße geklärt werden, ob Sie trotz einer Photovoltaik-Anlage noch die Verpflichtungen aus dem Wärmegesetz erfüllen müssen. Die Tatsache, dass das ideale Süddach komplett mit Stromerzeugungsmodulen "besetzt" ist, heißt nicht, dass Solarthermie nicht verlangt werden kann. Wenn Sie z.B. ein Satteldach haben und Solarthermie nur auf der Nordseite überhaupt noch Platz hätte, aber nicht genug Leistung bringen kann, müssten Sie dies (wenn der Heizungsaustausch ansteht) durch einen Sachverständigen nachweisen lassen. Wenn Ihr Haus ein Walmdach mit Flächen in mehrere Richtungen hat, kommen mit hoher Wahrscheinlichkeit Dachflächen für Solarthermienutzung dazu.
Ausnahmen gibt es, wenn ein unverhältnismäßig hoher Aufwand entsteht, oder der Einsatz erneuerbarer Energien aus technischen Gründen nicht möglich ist.
Quelle: http://www.um.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/60561/ , besonders die Links dort Diese Energieformen erfüllen das EWärmeG Das können Sie alternativ tun... (PV-Anlagen)
Hier können Sie auch den Gesetzentwurf als PDF-Datei herunterladen. Dort finden Sie auch unter “Fragen und Antworten” sehr viele Hinweise, u.a. . Weitere allgemeine Infos gibt es bei http://www.zukunftaltbau.de/aktuelles/detail_3.php
Hinweis: In der Stgt. Zeitung vom 26.9.2007 wird darauf hingewiesen, dass die Regierung lässig den Hausbesitzern klimaschutzbedingte Wärmedämmungskosten von jeweils über 90 000.- Euro pro Wohnhaus zumutet, die sich erst innerhalb von 15 Jahren amortisieren, während die Industrie mit ihrer Lobbyarbeit davon befreit ist.
EnEV/Energiepass - Energieausweis Lesen Sie dazu bitte im Internet nach, z.B. bei www.asue.de ASUE: Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V.
Jetzt zuerst eine Info zum Jahres- Heizwärmebedarf von bestehenden Häusern: Häuser im Bestand können einen Heizwärmebedarf von etwa 200 bis 300 kWh pro Quadratmeter jährlich haben. 100m² Wohnraumfläche brauchen also etwa 20000 bis 30000 kWh/Jahr Heizenergie. Heutige Passivhäuser nur 15 kWh pro Jahr! 100m² brauchen also nur 1500 kWh/Jahr Heizenergie, die von der Sonne geliefert wird!
Es können folgende Energieverluste auftreten: 25% Fenster 22% Fugen/Lüftung 18% Wände 15% Heizanlage 11% Dach 9% Keller/ Bodenplatte 7% Interne Wärmequellen: z.B. Herd, Bügeleisen Quelle: Stiftung Warentest, Heft 4/2001
Durch nachfolgende Maßnahmen können Hausbesitzer die Umwelt sehr stark entlasten:
Wärmedämmung der Wände und des Dachs: Eine zusätzliche Wärmedämmung der Wände und des Dachs hilft, fossile Brennstoffe einzusparen, die Heiz-Emissionen zu verringen und die Betriebskosten des Hauses zu senken. Zahlreiche entsprechende Wärmedämmverbund-Systeme sind auf dem Markt.
Info z.B.: www.sto.at/htmger/pr0405.htm oder www.umbauen-modernisieren-renovieren.de
Wärmedämmung der Fenster: Erfahrungsgemäß entweicht sehr viel Heizwärme durch die Fenster, weshalb bei der Modernisierung in der Regel neue Fenster mit besonders guter Wärmedämmung eingebaut werden. Siehe auch Bild vom wärmedämmenden Fenster auf der vorherigen Seite bei Solararchitektur.
Förderung: Siehe www.impuls-programm-altbau.de oder www.lbank.de . Energieberater: Was am sinnvollsten zu machen ist, kann man von Energieberatern und einem Energieeinsparcheck erfahren, der auch mit bis zu 460 Euro bezuschusst werden kann. Eine Liste von Energieberatern ist zu finden bei www.rkw.de/services/energieberater/index.html .
Beispel: Isolierungen verringert die Heizungsverluste, siehe www.focus.de/heizkosten vom 16.4.2007:
|
Beispiele in kWh
|
Verluste ohne Wärmedämmung
|
Verluste mit Wärmedämmung
|
|
Dach
|
12 120
|
3 000
|
|
Wände
|
10 100
|
2 900
|
|
Erdreich / Keller
|
1 764
|
714
|
|
Fenster
|
4 700
|
2 520
|
|
Erneuerung der Heizanlage (siehe auch nächste Seite “Heizungen”): Nach etwa 20-25 Jahren kann der Heizwasserkessel durchbrechen (Wasserdurchbruch) oder der Brenner nicht mehr die vorgeschriebenen Abgaswerte erreichen. Heizungsregelung optimieren und Hocheffizienz-Umwälzpumpen einbauen, siehe nächste Seite.
Bei jeder Heizungserneuerung ist anzuraten, Sonnenwärme zu tanken und sich dazu eine Solarthermieanlage plus Solarkessel installieren lassen. In den Sommermonaten kann mittels Solarthermie das Warmwasser bereitgestellt werden, so dass die Heizung völlig ausgeschaltet werden kann. Das spart Ressourcen und verringert die Emissionen. Das hat Zukunft. Solarthermie Anlagen bieten fast alle Heizungsfirmen an. Wer an einer preiswerten Selbstbaulösung von Solarthermie interessiert ist, kann sich z.B. vom Bund der Energieverbraucher beraten und helfen lassen, siehe auch die Seite “Heizungen”. siehe www.energienetz.de .
Heizung mit Holzpellets: Diese moderne, vollautomatische Holzheizung ist im Kommen. Der Preis der Pellets lag im Dezember 2001 bei 180 Euro pro Tonne. Das entspricht einem Heizölpreis von 180/4,9=37 Cents pro Liter. Pellethändler sind zu finden unter www.pelletboerse.de oder www.carmen-ev.de .
Heizung mit Erdwärme-Sonden, siehe nächste Seite “Heizungen”.
Demonstrationszentrums für energiesparendes Bauen und Wohnen von den Fraunhofer-Instituten: Der Ausstellungspavillon zeigt Poster, Exponate und Informationstafeln zu Themen wie z. B. Architektur, Hauskonzepte, Baukonstruktionen, verschiedene Heiz- und Lüftungsarten, Trinkwassererwärmung. Beispielhafte Ausführungsdetails, wie Wärmedämmverbundsysteme oder Fenster- bzw. Rolladenanschlüsse werden vergleichend dargestellt. Vor- und Nachteile der einzelnen Maßnahmen sind übersichtlich strukturiert und werden ausführlich erklärt. Anhand von Computeranimationen kann der Besucher bauphysikalische Effekte "erleben", z. B. wie viel Energie eingespart wird, wenn man Ausrichtung des Hauses verändert. Der Endverbraucher soll als Verbündeter gewonnen werden, dass z. B. 3-Liter-Häuser zum Standard im Neubau werden. Ort: Eigenheim & Garten Fellbach/Stuttgart geöffnet: 11-18 Uhr, kein Ruhetag, Eintritt: DM 6/3; 63 Häuser, 45 Hersteller Höhenstraße 21, 70736 Fellbach bei Stuttgart Telefon: 0711 - 52 04 940, Telefax: 0711 - 52 64 72
Es gibt ein BUND- Jahrbuch: Ökologisch Bauen und Renovieren. Das kann bestellt werden bei : 0711- 966 95 0, Email: info & ziel-marketing, de .
Energieberatung bei Haussanierungen z.B. bei www.ebz-stuttgart.de und bei Energie-Links bei www.energietag-bw.de
Da Aichwald in der Nähe von Atomkraftwerken liegt (Luftlinie etwa 35 km, siehe auch unseren Artikel im Amtsblatt am 9.10.02 „Jodtabletten gegen radioaktive Verstrahlung“. Diesen finden Sie bei www.Agenda-Aichwald.de auf der Seite „Presseschau“. ): Denken Sie bitte auch an den Einbau eines Schutzraumes mit gasdicht schließenden Türen und Anlagen zur Filterung der Luft, damit radioaktive Stoffe und giftige chemische Gase draußen bleiben. Mehr zum Zivilschutzt hier.
Folgen möglicher Atomunfälle dargestellt am Beispiel des AKW Fessenheim und übertragbar auch auf das AKW Neckarwestheim: (aus einer Studie des Ökoinstituts Darmstadt im Auftrag der Badisch-Elsässischen Bürgerinitiativen) Hintergrund der Studie war ein angenommener schwerer Atomunfall im französischen EDF-/EnBW-Atomkraftwerk Fessenheim: "Bei lebhaftem Südwestwind mit Regen würde sich eine bis zu 370 km lange Schadensfahne von Fessenheim bis in den Raum Würzburg-Nürnberg erstrecken. In deren Bereich müssten alle Siedlungen auf 50 Jahre geräumt werden, ....... Quelle: Die Zeichnung ist ganz unten auf folgender Seite http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/akw-neckarwestheim.html
Übrigens: Neckarwestheim ist nur 35 km von Stuttgart und vom Schurwald entfernt ! Unsere Wohnungen und Arbeitsplätze müssten evakuiert werden. Die Versicherungen bezahlen nichts.
© Energieteam der Lokalen Agenda Aichwald
|
|